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Partnerschaftsvereinbarung1#

Vom 4. Mai 2013

(KABl. S. 238)

Red. Hinweis:
Ein neuer Partnerschaftsvertrag wurde bereits ausgehandelt, s. KABl. 2021 S. 334.
Er tritt in Kraft, sobald er unterzeichnet ist.
Das Datum des Inkrafttretens wird im Kirchlichen Amtsblatt bekannt gemacht.
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Partnerschaftsvereinbarung

zwischen
der Süd-Ohio Synode, Evangelisch Lutherische Kirche in Amerika,
und der
Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland
Lasset uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin,der das Haupt ist, Christus.
Epheser 4,15
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Im Wissen um die Gemeinschaft innerhalb der lutherischen Weltfamilie und mit Freude und Dankbarkeit gegen Gott für alle bereichernden Erfahrungen innerhalb der Partnerbeziehung zwischen der Süd-Ohio Synode, Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika, und der früheren Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs in den zurückliegenden Jahren erklären die Süd-Ohio Synode, Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika, und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland ihre Bereitschaft, für weitere fünf Jahre partnerschaftlich zusammenzuarbeiten.
In Christus verbunden haben sie Anteil an Leben und Sendung ihrer Kirchen durch gegenseitiges Verstehen, voneinander Lernen, theologisches Gespräch, Gebete, Besuche und Austausch von Mitarbeitenden. In dieser Beziehung sind beide Seiten als Schwestern und Brüder in der einen heiligen christlichen und apostolischen Kirche Gebende und Nehmende.
Konkrete Ausdrucksformen findet diese Partnerschaft durch Austausch vor allem im Bereich der Gemeinden, aber auch in Ausbildungsfragen, in der Jugendarbeit, in diakonischen Aktivitäten und bei der Wahrnehmung der sozialen und ökologischen Verantwortung in der Welt.
Dabei unterstreichen beide Kirchen in der von gegenseitigem Vertrauen und Respekt getragenen Partnerschaft positive Aspekte von Globalisierung und tragen durch mannigfache Freundschaften zu einem besseren Verstehen zwischen ihren Völkern bei. Die gemeinsame Bearbeitung von aktuellen Themen und ihre Diskussion auf dem Hintergrund der Theologie und im Lichte eigener Erfahrungen sind Anliegen, die beide Kirche sowohl herausfordern als auch stärken.
Beide Kirchen sind bestrebt, offen zu sein für die Führung des Heiligen Geistes, damit sie durch neues Verständnis und neue Einsichten bereichert werden.
Dafür wurden auf beiden Seiten Komitees eingerichtet, in denen die jeweiligen Partnergemeinden vertreten sind. Die Komitees koordinieren die Partnerschaft in Abstimmung mit der Kirchenleitung. Die Bischöfe und Bischöfinnen beider Kirchen betrachten es als ihre Aufgabe, dass diese Partnerschaft in verschiedenen Bereichen der Kirchen verankert ist.
Miteinander beten beide Kirchen, dass die Partnerschaft wächst und dass die gemeinsame Sendung und der Dienst in Gottes Mission sowohl beharrlich als auch fruchtbar sein mögen. Ehre sei Gott!
Hamburg, 4. Mai 2013
Für die Evangelisch-Lutherische Kirche
in Norddeutschland
Für die Süd-Ohio Synode,
Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika
Gerhard Ulrich
Bischof, Vorsitzender der
Ersten Kirchenleitung
Callon W. Holloway Jr.
Bischof
Margrit Semmler
Mitglied der Ersten Kirchenleitung
William Rauch
Vorsitzender des Partnerschaftskomitees der Ohiosynod zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

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1 ↑ Red. Anm.: Die Partnerschaftsvereinbarung ist gemäß der Bekanntmachung über das Inkrafttreten der Partnerschaftsvereinbarung zwischen der Süd-Ohio Synode und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland vom 10. Juni 2013 (KABl. S.279) mit Inkrafttreten des Kirchengesetzes zu der Partnerschaftsvereinbarung zwischen der Süd-Ohio Synode, Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika, und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland vom 8. Mai 2013 (KABl. S. 238) am 4. Juni 2013 in Kraft getreten.